• Joe Laschet

Mehr Mut zum Hut!

Aktualisiert: Jan 26


Der klassische Hut war lange von der modischen Bildfläche verschwunden. Er galt als zu auffällig und im Zuge des Baseballcap-Hypes (auf den ich auch gelegentlich gern aufspringe) wurde er für die meisten Männer schlichtweg als uncool und als Relikt in die Kleidertruhen und Dachböden der Republik verbannt.

Dabei hat dieses Accessoire so viel zu bieten. Neben seinem offenkundigen Nutzen vor Witterung ist er eine ausgezeichnete Möglichkeit, das Outfit aufzuwerten, spannender zu machen und Individualität zu zeigen. Er ist ein zeitloses Modestück, das eigentlich immer getragen werden kann. Auch bei Sonnenschein. Es gibt für jeden Stil und Charakter den passenden Hut – man muss ihn nur finden und den Mut dazu haben.

Allerdings ist beim Tragen und vorab schon bei der Wahl des Hutes auch modisches Geschick und Geschmack gefragt. Nicht jeder Hut passt zu jedem Typ Mann, wobei man vor allem darauf achten sollte, dass der Stil der Kleidung zu der jeweiligen Hutart passt. Ebenso sollte die Kopfbedeckung auch zu Ihrer Gesichtsform passen. Männer mit runden und symmetrischen Gesichtern haben dabei einen deutlichen Vorteil, da sie fast alles tragen können. Männer mit schmalen Gesichtern, wie ich, sollten Hüte mit einer zu breiten Krampe vermeiden, sonst wirkt der Hut im Verhältnis zum Gesicht unproportional. Glaubt mir, ich habe schon eine Menge Hüte in meinem Leben anprobiert.

Warum sieht man so selten Hüte? Die große Hürde ist die Überwindung, und der Wunsch, bloß nicht aufzufallen. Wer kennt nicht dieses Gefühl beim Tragen „auffälliger“ Kleidungsstücke? Daheim vor dem Spiegel kam man sich noch cool und aufregend vor, kaum hat man das heimische Wohnzimmer verlassen, bekommt man das Gefühl, jeder starrt einen an. Ich will euch etwas verraten: Das ist Quatsch! Hier können wir uns alle ein Vorbild an den Frauen nehmen, die viel mutiger als Männer zu ihrem Kleidungsstil stehen und selbstbewusst mit diesem schönen Accessoire auftreten.

Wir ängstlichen Männer dagegen wollen modisch lieber uniformiert bleiben, um bloß nicht zu sehr den Blicken anderer ausgesetzt zu sein. Was für eine traurige Einstellung! Wenn einem die Kopfbedeckung gefällt, dann sollte er ihn auch mit Überzeugung und Selbstbewusstsein tragen. Ob Fedora – oder Panamahut, ob Schirm – oder Baskenmütze, für jeden Geschmack gibt es eine Vielzahl von Optionen. Für alle interessierten Männer kann ich daher einen Besuch in einem Hutgeschäft sehr empfehlen. Einfach mal gucken, anprobieren, beraten lassen – das passende Modell wartet da draußen auf Euch. Und glaubt mir, niemand starrt euch an. Höchstens aus Bewunderung.

Photo Credit - Hannah Aspropoulos Photo Credit - Hannah Aspropoulos

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